Mittwoch 14. Jänner 2026 MANHARTSBERG
Trotz tiefer, winterlicher Temperaturen ließen sich 4 Damen und 1 Tourenführer ihre Freude an einer echten Winterwanderung nicht nehmen. Von Mühlbach aus nahmen wir mit viel Engagement die teilweise vereisten und schneebedeckten Wege in Angriff. Zum Glück hatten alle Grödeln an den Schuhen. So war jeder Schritt auf dem brüchigen, teilweise rutschigen Eis ein Vergnügen. Auf langgezogenen Wegen durch Wald und bei Olbersdorf über offenes, wunderbar winterliches Gelände erreichten wir einen Überstieg über einen 3m hohen Wildgehegezaun. Als wir dem Gipfelkreuz des Manhartsberges schon zum Greifen nahe waren, stand zu unserem Schrecken der Zaun erneut im Wege. Also zurück, nochmals die Leitern erklimmen, aber dann stand einer Pause mit Jause und heißem Tee im Schatten des mächtigen Gifelkreuze an der Grenze ziwschen Wald- und Weinviertel nichts mehr im Wege. Noch einmal aus „Fitnessgründen, haha“ über den hohen Zaun, von da an ging‘s nur noch bergab. Aber Achtung: Jeder Schritt ein Wagnis, doch die „Steigeisen für Wanderer“ schenkten ungeahnte Trittsicherheit. Genüsslich vorbei an einsamen, tiefverschneiten Marterln im Wald, Wildfütterungsstellen, und einem dahingurgelnden Bach erreichten wir doch etwas geschafft Zemling mit dem Gasthof Berger. Da wir doch ganz schön groggy waren – Wandern in Schnee und Eis sei doppelt so anstrengend wie sonst meinte eine erfahrene Wanderin – beschlossen wir nach einem guten Mittagessen einstimmig, die Tour vorzeitig zu beenden und mit Bus und Zug zurück nach Hause zu fahren. Unsere roten Gesichter spiegelten trotzdem unsere Freude über diese mutige und gelungene Winterwanderung durch Kälte, Eis und Schnee wider.
Die Daten: 12km, 300Hm, 3½h
Wanderführer: Karlheinz T.
