Alpenverein Alterlaa

Mittwoch 5. November 2025 MARCHAUEN

Der etwas fremdartig wirkende Turm der Wehrkirche von Drösing stand beeindruckend am Anfang unserer Wanderung in die Weiten der Marchauen. Die warme Sonne ließ das Braun und Gelb der herbstlichen Landschaft leuchten. Gemütlich, weil ohne Anstiege, zog sich der Weg vorbei an kleinen Bächen im Schilf bis zum ersten Wasser, dem „Krummen See.“ Bald erreichten wir die leider nur ein einziges Mal die ruhig dahinfließende March. Immer wieder auch Erinnerung an die Zeit des Eisernen Vorhangs. Es ging weiter auf fast völlig überdachten, breiten Wegen durch den Auwald. Als wir eine längere Pause an einem Holzstoß auf einer großen Wiese machten, kam ein Polizeiauto quer durch die Wiese direkt auf uns zu. Schlepper? Flüchtlinge? Ja, die March ist ein offensichtlich gut bewachter Grenzfluss. Sehr schnell war der Irrtum aufgeklärt und munter zogen wir weiter. Vorbei an alten, leider ausgetrockneten, aber mit hohem Schilf bewachsenen Nebenarmen der March. Ein schmaler, lange nicht zu überwindender Bach stellte sich als die gezähmte Zaya heraus. Auch sie links und rechts gesäumt von hohem Schilf. Aus der Ferne sahen wir dann die riesigen Behälter der alten Zuckerfabrik in Hohenau, das wir nach ausgiebigem, besinnlichem Wandern auf bequemen Wegen erreichten. Eine gute Pizza rundete den gelungenen Tag ab.
Sieben Damen und ein Wanderführer absolvierten 18km mit +/- 80Hm in 5 Stunden.

Wanderführer und Fotos: Karlheinz T.